Für die Erstellung der Urkunden hatte man eine Urkundenschreiberin engagiert, die vier Wochen vor dem Rennen die Blanko-Urkunden bekam und schon mal mit der Beschriftung loslegte.
In kunstvoller Schrift erstellte sie Urkunde für Urkunde, die dann vom Schirmherren und vom Rennleiter unterschrieben wurden. Was natürlich noch nicht eingetragen wurde, war der Name. Ansonsten war bereits alles fertig.
Schirmherr des Rennens wurde Hugo Stiegler, Besitzer eines Bekleidungsgeschäftes in Duisburg und Jagdpächter in Ahrdorf. Hugo Stiegler war ein großzügiger Mensch. So stiftete er 1976 zum Beispiel den Pokal für den Tages-Schnellsten. Das ist ein Wanderpokal, in den jedes Jahr auf einem Schildchen der Name des Gewinners eingraviert wird, der den Pokal dann im nächsten Jahr wieder mit zum SKR bringt. Für die Sieger der Kinderklassen spendierte Hugo Stiegler je einen Fußball - für uns damals eine ganz tolle Sache - und auch der größte Pechvogel des Rennens bekam einen Trostpreis. Davon wird später noch die Rede sein.
Professionelle Plakate waren bestellt und in den umliegenden Ortschaften an exponierten Stellen angebracht worden. Das Verteilen der Plakate war immer eine lustige Angelegenheit. In Gruppen von zwei bis drei Helfern fuhr man, bewaffnet mit einem Eimer Tapetenleim und mehreren Plakaten, durch die Dörfer und traf sich nachher zum feuchtfröhlichen Umtrunk im "Wilddieb", einer Holzhütte, die als private Kneipe für die Jugend diente.


