Die Ansichtskarte der Gaststätte Romes, verschickt im Jahre 1915, zeigt - im Vergleich zu heute - ein ganz anderes Ortsbild. Das 1929 eingeweihte Schulgebäude fehlt ebenso wie das Denkmal, das Bürgerhaus und viele andere Häuser. Dafür sind Häuser zu sehen, die es längst nicht mehr gibt. Das liegt besonders an den Zerstörungen, die der Luftangriff vom 25.12.1944 angerichtet hat.
Das Foto, das als Vorlage für die Ansichtskarte diente, entstand in der Zeit zwischen 1910 und 1913, während des Baus der Eisenbahnstrecke Ahrdorf - Blankenheim (Wald). Bei dem flachen Bau im oberen Bildteil handelt es sich um eine Baracke, die wohl als Unterkunft für die vielen beim Bahnbau beschäftigten Fremdarbeiter diente. Der Name "Romes" wurde übrigens auch zum Hausnamen. Ältere Ahrdorfer kennen zum Beispiel noch "Rommesse Änn", die in Wirklichkeit Anna Bilger hieß und eine geborene "Romes" war.
Im Zuge des Bahnbaus entstanden auch neue Häuser. Ahrdorf war ein Abzweigbahnhof und man erwartete gute Geschäfte und zusätzliche Arbeitsplätze. So entstand zum Beispiel der Gasthof Schmitz-Caspers, später als "Hubertushof" bezeichnet.
