Mit der Eröffnung der Strecke Dümpelfeld - Lissendorf - Jünkerath (nachfolgend "Ahrstrecke" genannt) am 1. Juli 1912 war der kleine Eifelort Ahrdorf endlich an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Fast 80 Jahre nachdem mit Nürnberg - Fürth die erste Eisenbahnstrecke in Deutschland in Betrieb gegangen war, hatte das damals fortschrittlichste Verkehrsmittel auch die Region an der oberen Ahr erreicht. Der Bahnhof Ahrdorf wurde sogar zu einem kleinen Eisenbahnknotenpunkt, denn am 1. Mai 1913 eröffnete die Königlich-Preußische Eisenbahnverwaltung die Strecke Ahrdorf - Blankenheim (Wald), nachfolgend als "Obere Ahrtalbahn" bezeichnet.
Dass insbesondere die zweigleisige Ahrstrecke aus militärischen Gründen gebaut worden war, kümmerte die Menschen in der Region wenig. Es herrschte eine große Euphorie an der oberen Ahr. Jetzt würde es aufwärts gehen, Industrie würde sich ansiedeln, der Fremdenverkehr würde viele Menschen und damit Geld in die Region bringen und auch die Landwirtschaft würde von den besseren Transportmöglichkeiten profitieren.


