Bereits im März 1888 hatte ein in Ahrdorf gebildetes Eisenbahnkomitee ebenfalls eine Petition erarbeitet. Das Bild zeigt das Deckblatt der Petition.
Die Verfasser dieses Dokumentes gehören zu den Bürgermeistereien Arenberg (das heutige Aremberg), Lommersdorf, Dollendorf und Blankenheim. Obwohl keine spezielle Streckenführung vorschlagen wird, ist zumindest im Groben klar, dass die Bahn in ihren Augen einen Verlauf nehmen soll, der dem der späteren Linie Ahrdorf - Blankenheim (Wald) entspricht.
Weil die Eisenbahnen immer noch möglichst großen Profit abwerfen sollen, argumentiert man mit allem, was man hat:
- Blei- und Kupfererz-Bergwerke
- Eisenstein-Lager
- Kalkstein-Lager
- Basaltstein-Lager
- Umfangreiche Waldungen
- Bessere Erträge bei Ackerland und Wiesen durch die Möglichkeit, Kunstdünger und landwirtschaftliche Geräte kostengünstiger beziehen zu können
- rentablere Viehzucht
- Einnahmen durch den aufkommenden Tourismus (1888 ist der Eifelverein gegründet worden)
Außerdem argumentiert man mit der zunehmenden Armut, wenn man nicht an das Eisenbahnnetz angeschlossen werden würde.
Auch andere Orte erarbeiten Petitionen und Streckenvorschläge und argumentieren natürlich, warum denn ihre Orte unbedingt bei neuen Strecken berücksichtigt werden sollten.
Die nachfolgende Karte aus einem Heimatkalender des Kreises Schleiden zeigt die ausgeführten und vorgeschlagenen Strecken im Bereich der oberen Ahr.
